
Bild: Schifferhus & Lotsenhus © Brillux

Rückblick
Die Hansestadt Wismar wurde 1229 erstmals urkundlich erwähnt und steht seit dem Jahr 2002 zusammen mit Stralsund mit der gesamten Altstadt und dem Alten Hafen auf der Welterbeliste der UNESCO. Sie präsentierte idealtypisch die entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebündnisses im 14. und 15. Jahrhundert. Der Stadtkern hat seinen mittelalterlichen Grundriss mit dem Gefüge aus Straßen- und Platzräumen sowie Quartieren und Parzellen bewahren können und bildet mit der nahezu geschlossenen Straßenrandbebauung die einzige in dieser Größe erhaltene Hansestadt im Ostseeraum. In der Ausstellung im Welt-Erbe-Haus mit seiner 700-jährigen Geschichte wurden die Grundgedanken des UNESCO-Welterbe-Programms erläutert. Durch das Wassertor wurde der Alte Hafen erreicht, für dessen Areal 1992 ein internationaler städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt worden war. Nach den Erschließungsarbeiten durch die Stadt zwischen 2006 und 2008 haben private Bauherr/-innen die bestehenden Speicherbauten saniert und mit neuen Funktionen versehen. Auf den ehemaligen Baracken- und Altlastenflächen wurden Neubauten errichtet und eine Hafenpromenade vom Wassertor bis zum Baumhaus gestaltet.
Rundgänge

(2017, staehr+partner architekten, Berlin)
Der Standort wurde vor den Erschließungsarbeiten von Baracken und Altlasten befreit sowie auf eine hochwassersichere Geländehöhe gebracht. Die Bauflucht berücksichtigt den geforderten Abstand von 20 Metern zur Kaikante und die Blickbeziehungen zu den prägenden Bestandsbauten Wassertor, Zollhaus und Baumhaus. Die ausschließliche Giebelständigkeit der zweieinhalbgeschossigen Neubaureihen und die Verwendung von Backstein für die Fassadenausbildung lehnen sich an die altstädtische Gebäudestrukturen an. Die Erdgeschosszone wird gewerblich genutzt und umfasst Läden, Gastronomie sowie Dienstleistungen. In den Obergeschossen wurden insgesamt 48 Ferienwohnungen untergebracht. Städtebaulich bilden die Gebäudereihen die hochbauliche Fassung der neuen Promenade am Alten Hafen.
Bild: Schifferhus & Lotsenhus © Brillux
Die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern hat die Veranstaltung mit 4 Fortbildungspunkten anerkannt.
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